Die Welt wird noch länger gebraucht!
von Martina Kriwy , Wiebke Böckmann und Anna-Katharina Preuß
Der Klimawandel ist in aller Munde, doch was kann jeder einzelne dafür tun? Die internationale Kampagne 350.org hatte zu einem weltweiten Klimaaktionstag aufgerufen. Umweltschutzverbände motivierten die Bevölkerung auf die Straße zu gehen, um eine Forderung für den Klimaschutz an die verantwortlichen Politiker dieser Welt zu richten.
Mit dem Kyoto-Protokoll, das 1997 verabschiedet wurde, verpflichteten sich die Industriestaaten bis 2012 zu einer Minderung der 6 Treibhausgasemissionen um 5,2% gegenüber 1990. Über ein ab 2013 wirksames Nachfolgeprotokoll wird die 15. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 15) vom 07. bis 13.Dezember in Kopenhagen verhandeln.
Wissenschaftler belegen, dass die Industriestaaten ihre Emissionen bis 2020 um 45 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren müssten. Nur dann kann die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius gehalten werden, sodass sich die Menschen und die Umwelt diesen Veränderungen gerade noch anpassen könnten und die Auswirkungen beherrschbar wären.
Darüber hinaus hat die Klimakonferenz seit 2007 den Auftrag, auch den Klimaschutz in Entwicklungsländern in die Verhandlungen mit einzubeziehen. Die Industriestaaten müssen bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen die Entwicklungsländer unterstützen.
Umweltschutzorganisationen versuchten vor dem 15. Weltklimagipfel, die Verhandlungen zu beeinflussen. Deshalb hat die internationale Kampagne 350.org den weltweiten Klimaaktionstag am 24.Oktober 2009 ins Leben gerufen. In über 180 Ländern fanden mehr als 5200 Aktionen statt. In Kiel versammelten sich engagierte Menschen um einen großen Schriftzug zu bilden. Dieses Luftfoto wurde zu der zentralen Veranstaltung am Times Square in New York City gesandt, um mit allen andern eine gemeinsame Botschaft an die führenden Politiker dieser Welt zu richten.








