Populärwissenschaftliches Schreiben für Doktoranden
Von Avan Antia*1

„Versteht denn Deine Oma das?“ Was wie eine alberne Frage klingt, ist ernst gemeint, denn die Anforderungen an Wissenschaftler haben sich verändert. Die Fähigkeit, die eigene Forschung auch außerhalb der „Peer Group“ verständlich darzustellen, wird zunehmend wichtiger. Ein Wissenschaftler sollte in der Lage sein, seine Arbeit so zu erklären, dass auch Fachfremde – seien es Interessenvertreter, die Öffentlichkeit, potentielle Arbeitgeber oder KollegInnen – verstehen, um was es geht.
Ein weiterer Grund spricht dafür, die eigenen Gedanken verständlich formulieren zu können. Die Klarheit der Formulierung beeinflusst die Klarheit des Denkens und hilft, die Arbeit aus einer größeren Perspektive zu betrachten: „Improving the quality of writing actually improves the quality of thought. The fundamental purpose of scientific discourse is not the mere presentation of information and thought, but rather its actual communication.” *2
Im Seminar „Populärwissenschaftliches Schreiben“ stellten sich DoktorandInnen der „Integrated School of Ocean Sciences“ der Herausforderung, auf allgemeinverständliche Art von ihrer Forschungsarbeit zu erzählen. Die wichtigsten Regeln journalistischen Arbeitens und viele Anregungen erhielten sie von Dr. Jörn Radtke, freier Journalist in Kiel.
Viel Spaß beim Lesen!
*1Avan Antia ist Leiterin der Integrated School Of Ocean Sciences (ISOS) im Exzellenzcluster Future Ocean.
*2 G. D. Gopen and J.A. Swan, 1990, The Science of Scientific Writing, American Scientist, Volume 78.







